Erstmals trat die Tapete im Orient auf. Bevor man die preisgünstigere Tapete erfand, behangen die damaligen Monarchen ihre Wände mit aufwendig gestaltenden Wandteppichen. Bis in das 18. Jahrhundert nannte man sie deshalb auch die „türkische Tapeten“. Da diese Variante der Wandgestaltung überaus teuer war nahmen die französischen Adligen, des 15. Jahrhunderts, ihre Wandteppiche auf Reisen von Schloss zu Schloss mit. Diese Art von Wandgestaltung wurde erstmals in Spanien im 11. Jahrhundert von den Maurern eingeführt. Schließlich wurde die Pergamenttapete immer beliebter.
Im Jahre 1469 wurde die ersten nachweislichen Tapezierversuche am Mittelrhein durchgeführt. Im Jahre 1789 wurde erstmals in Deutschland eine größere Tapetendruckerei eröffnet. Bereits im Jahre 1750 wurde das hochstehende technische Stoffdruckverfahren in England und Frankreich praktiziert. Bis die Industrie der Kattundruckereien neue Maßstäbe setzten, wurden Tapetenstoffe noch mit der Hand bedruckt. Dies war sehr Zeitaufwendig und Arbeitsintensiv. Bei den Mustern und Designs richtete man sich nach dem damaligen Zeitgeschmack.
Heutzutage gibt es zwei Druckverfahren die die größte Gesamtmenge von Tapeten herstellen.
Das sogenannte Tief,- und das Siebdruckverfahren. Die Tiefdrucktapeten werden, überwiegend auf einem Papieruntergrund, zuerst mit einer Schablone bedruckt und danach mittels einer Stahlwalze geprägt so entsteht ein dreidimensionales Muster.
Die Siebdrucktapeten werden heutzutage meistens aus Vlies gedruckt. Als Druckfarben dienen dabei Druckplastisole auf PVC- oder auf wässriger Basis. Diese Plastisole werden noch in ihrem Druckverhalten verschieden eingestellt. So gibt es beispielsweise Plastisole, die ihr Volumen unter Hitzeeinwirkung erhöhen (aufschäumen) oder aber gleich halten. Dadurch ist es möglich, ohne mechanische Verformung durch den Einsatz unterschiedlicher Plastisoltypen dreidimensionale Effekte zu erhalten, die zudem sehr stabil sind. Neben diesen Effekten unterscheiden sich die Plastisole durch unterschiedlichen Glanz und optische Unterschiede.














