Anleitung zum Streichen / Lasieren von Holzfenstern, Wintergärten, Türen, usw. mit Holzlasur.
Dieser Artikel bezieht sich auf ein lasiertes Bauteil, das heißt, man kann die Holzstruktur noch erkennen. Nicht lackiert oder deckbeschichtet !
Man unterscheidet zwischen maßhaltigen Bauteilen Türen, Fenster, usw.. und nicht maßhaltigen Bauteilen wie Balken, Verbretterungen, Holz vom Dachüberstand, usw.
Wir gehen mal von einem maßhaltigem Bauteil aus, zum Beispiel ein Fenster oder eine Tür.
Lasierte Holzfenster sollten eigentlich alle 2-3 Jahre je nach Abnutzung / Austrocknung durch die Sonne neu gestrichen werden. Oftmals erfolgt der Erneuerungsantrich aber erst nach Jahren, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Das Holz ist dann meistens schon “ergraut” oder gerissen. Es wurde einfach zu lange gewartet… Für einen Neuanstrich ist es aber dennoch noch nicht zu spät.
Zuerst sollte man versuchen herauszufinden, ob das Holz / Bauteil mit einer lösemittelhaltigen Lasur oder mit einer Acryllasur behandelt wurde.
Läßt sich das nicht herausfinden, hilft nur ein Probeanstrich mit einer lösemittelhaltigen Holzlasur. Wenn nach dem Überstreichen keine Blasen oder Ablösungen auftreten, ist alles in Ordnung und man kann davon ausgehen, dass bei der Erstbeschichtung auch ein lösemittelhaltiges Produkt benutzt wurde. Im anderen Fall müßte man mit einer Acryllasur d.h. lösemittelfreien Lasur arbeiten. Ich bevorzuge die lösemittelhaltigen Lasuren. Diese lassen sich einfach viel besser verarbeiten. Eine sehr gute Lasur ist z.B die Filter 7 Lasur von der Firma Sikkens. Dieses hochwertige Produkt kostet zwar einige Euro mehr als eine Lasur aus dem Baumarkt, dafür hat man aber auch ein sehr hochwertiges Produkt und braucht nicht gleich ein Jahr später wieder die Fenster streichen. Ausserdem ist das spätere ”Ergebnis” besser. Bei Holzlasur für Fenster sollte man nicht sparen.
Anleitung:
Falsch ist, dass man die Holzfenster abschleifen muss zum Lasieren. Das sollte man nur bei ganz verwitterten Fenstern tun. Sieht das Fenster noch gleichmässig “gefärbt” aus, reicht es, wenn man es leicht mit 160`er Schleifpaper anschleift (den Glanz der Lasur entfernt), das geschliffene Fenster ordentlich abstaubt / abwischt und es anschließend überstreicht. Ist aber technisch nicht zwingend nötig. Optisch empfiehlt es sich aber.
Wichtig ist, dass man den Verarbeitungshinweisen des Herstellers der Holzlasur folgt. Dann kann man meistens nichts falsch machen. Zwei Erhaltungsanstriche sollten es mindestens sein. Bei nur einem Anstrich sieht man das Ergebnis oft ungleichmäßig gefleckt, weil auch das Holz beim ersten Anstrich noch recht stark saugt. Wie oft man ein Fenster streicht, hängt also sehr von der Saugkraft ab.
Ich hatte Fenster, bei denen erst nach mehr als 6 Anstrichen das Holz wieder richtig “gesättigt” war.
Bei stark “saugenden” Fenstern, sollte man unbedingt zuerst mit einer Dünnschichtlasur arbeiten. Diese ist wie der Name schon sagt “dünner” eingestellt als eine Dickschichtlasur. Es gibt sie von der Firma Sikkens als “HLS” – Lasur. Ideal zum Späteren überarbeiten mit Sikkens Filter 7, Dickschichtlasur mit UV-Schutz. Aber auch fast alle anderen Hersteller haben gute Lasuren im Programm. In meiner Firma verwende ich aber überwiegend Sikkens.
Zwischen den Anstrichen sollte man, falls das Holz sehr verwittert war, leicht zwischenschleifen / anschleifen.
Holzlasur läßt sich relativ leicht verarbeiten / pinseln. Lösemittelhaltige Hozlasur zieht sich mit dem Pinsel fast wie Wasser. Man kan also wunderbar Linien mit dem Pinsel ziehen. Es ist nicht zwingend erforderlich, die Glasscheibe mit Flachkreppklebeband abzukleben.
Ich hoffe, ich habe einige Anregungen und Tipps geben können. Sollten Sie Fragen noch haben, können Sie mich gerne unter info@frag-einfach-uns.de kontaktieren.
Viel Spass beim Lasieren.
Markus Stalla














